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Die Römer in der Lagune

Das Leben in der Lagune zur Zeit der Römer (des römischen Reichs)

Text: Paola Maggi.

Eine Vielzahl verschiedener Objekte erlaubt es, uns vorzustellen, wie die Römer im maranesischen Territorium lebten. Das am häufigsten auftretende Wohnmodell war die Villa, ein richtiges Unternehmen, das aus einem Herrenhaus und angrenzenden, funktionellen Nebengebäuden bestand. Die Villen in der prosperierenden Lagunenebene waren mit der Verwaltung eines Agrarfonds und der Verarbeitung der anfallenden Erzeugnisse verbunden, während die Villen auf den Inseln mit der Nutzung der Meeresressourcen und der Möglichkeit des Handels, verbunden waren.
Der luxuriöse Charakter einiger Wohnräume wird durch wertvolle Marmorbeschichtungen von Böden und Wänden, verschiedenen, architektonischen steinernen Elementen, Mosaiksteinen und Wärmeleitungsrohren zur Raumbeheizung, belegt. Man dokumentierte den hohen Lebensstandard der Bewohner außerdem anhand raffinierter Tischkeramik und Gefäße, die mit der „Mosaikglas-Technik” hergestellt wurden. Eines oder mehrere Gebäude von hohem Wert sollten sich auf der kleinen Insel „isoletta dei Bioni“ befinden, die früher wahrscheinlich mit dem Festland verbunden war.
Hier, im Jahr 1905, wurden ein Gebäude mit Mosaikboden und verputzten Wänden entdeckt, das den Effekt von Marmor hervorrief, weiterhin wurden Säulenfragmente, Münzen und Wasserleitungen aus Blei, sowie mehrere Berichte bezüglich Beerdigungen, gläserne Aschenkrüge und eine große Menge an menschlichen Knochen, gefunden.
Das hohe wirtschaftliche und soziale Niveau einiger Figuren zeigt sich auch aus mehreren Überresten monumentaler Grabstätten, die denen der Nekropole der Stadt Aquileia, in Bioni zertifiziert, ähneln, aber auch auf der Insel Sant ‚ Andrea, von welcher eine Steinstatue stammt, die einen Mann in Toga in Naturgröße darstellt.

Häfen, Schiffe und kommerzieller Verkehr

Die Lagune von Marano hatt zahlreiche Zeugenaussagen über Ihre kommerziellen Handelsströme, der eingeführten Waren und deren Herkunft, wiedergegeben.
Es zeichnen sich die Intensität und der lebhafte Handel, sowie die Gebietsrelevanz bezüglich der antiken Schifffahrtsrouten, vom Mittelmeer bis zur oberen Adria, heraus. Der Handel umfasste vor allem Lebensmittel in Amphoren, die auf Schiffen, zusammen mit Kantinen- und Küchengeschirr, Lampen und anderen Produkten, gelagert wurden. Nach dem Anlaufen im Lagunenhafen wurde die Ware von den geräumigen Frachtschiffen auf kleinere Schiffe geladen, die diese, über die Kanäle und Flüsse ins Innenland, oder in den Hafen von Aquileia, dem Umverteilungszentrum der Handelsgüter, die für die Territorien jenseits der Alpen bestimmt waren, transportieren konnten. Der Transport auf dem Wasserweg ermöglichte die Beförderung voluminöser Waren ohne unerschwingliche Kosten und über große Entfernungen. Die antiken Darstellungen und Wracks weisen eine große Auswahl an Schiffen, mit unterschiedlicher Tonnage, auf: von großen Frachtschiffen mit rundlichem Kiel, die Tausende von Amphoren transportieren konnten, bis hin zu kleinen Küstenschiffen, auf denen nicht mehr als 500 Amphoren untergebracht werden konnten.
Auch deren Bautechnik unterschied sich:
Die Beplankung der Boote wurde in der Regel mittels Zapfen, Hartholznasen, die in speziellen Vertiefungen (Zapfenloch) in der Deckplanke versenkt wurden, zusammengefügt. An der oberen Adria bestanden besondere Anforderungen bezüglich der Binnenschifffahrt: der Bau von meist flachen Schiffen mit „genähten“ Planken, d. h. Planken, die von Kordeln aus Pflanzenfasern zusammengehalten wurden.