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Umgebung und Vegetation

Fotografien: Glauco Vicario

Umgebung und Vegetation

Text Glauco Vicario.

Der große, biologische Reichtum der Küstenfeuchtgebiete ist darauf zurückzuführen, dass Land, Meer und das Süßwasser der Flüsse, auf engstem Raum aufeinandertreffen. Sie bieten unzählige Möglichkeiten für eine bisweilen sehr hohe Anzahl, von biotischen Gemeinschaften (Biozönose), die oft in dynamischer Wechselbeziehung zueinanderstehen.

Die besonderen physikalisch – chemischen Bedingungen, die diese auszeichnen, gewährleisten eine hohe Primärproduktivität. Dadurch ermöglichen sie die Entwicklung einer reichen, biologischen Gemeinschaft. Wenn diesem hohen Fluss an Lebensenergie, der den Feuchtgebieten eigen ist, die Existenz eines einzigartigen Umfeldes, wie der Lagunenwelt, die ein idealer Lebensraum für verschiedene, lebende Organismen ist, zugeordnet wird, kann man den Wert und die naturalistische Bedeutung der Lagune, leicht verstehen.

Die Salzwiesen sind äußerst empfindliche Elemente der Lagunenlandschaft, sodass auch nur geringfügige Umweltveränderungen ihre Struktur und Pflanzendecke erheblich verändern können.

Unterschiede der Bodendicke, der Grad der Bodendurchtränkung und die daraus resultierende Chlorid-Konzentration im Substrat gehören zu den Faktoren, die das Vorkommen und die Verteilung der Halophyle (Salzliebhaber, abgeleitet vom griechischen „alos“, dem Meer oder Salz) auf den Salzwiesen regulieren und beeinflussen; diese Arten weisen eine Vielzahl von Anpassungstypologien auf, die es ihnen ermöglichen, extremen Bedingungen standzuhalten. Diese können durch hohe Temperaturen, starken und kalten Wind (z. B. die Bora) und gegebenenfalls auch hohe Schadstoffe (z. B. Schwermetalle, die in der Landwirtschaft angewendete Chemikalien), gekennzeichnet sein. Den halophilen Pflanzen werden auch psammophile Pflanzen zugewiesen, welche besonders Sandböden bevorzugen; der Begriff stammt aus dem griechischen – psammos – Sand.

Zu den Pionierarten, die in der Lage sind, auch die kleinsten Lagunenoberflächen zu kolonisieren, gehören das Meer-Schlickgras (Spartina marittima), eine permanente Graspflanze mit aufrecht stehenden Halmen und 3/8 Dezimeter Halmlänge. Mit schleifenden Rhizomen und einem kräftigen, unterirdischen Apparat ausgerüstet, hält es sich auf dem schlammigen Grund fest und unterstützt durch die Bildung von Miniatur-Schilfgürteln, die Komprimierung der Salzwiesen.

Eine weitere repräsentative, sukkulente Pioniergruppe sind die Salicornieae (Wasserspargel), Pflanzen der Gattungen Salicornieae, Arthrocnemum und Sarcocornia, die eine sehr ähnliche Morphologie aufweisen. Salicornieae enthalten, wie der Name schon sagt, viele Salze, einschließlich Jod- und Bromsalze; sie enthalten Vitamin C und Ihre antiskorbutische Wirkung war bereits den Wikingern bekannt, die diese auf ihren langen Schiffreisen mitnahmen (Anoè E. et al., 2001).

Dort, wo der Boden fester und kohärenter ist, in den Zonen der älteren und ausgedehnteren Sanlzmarsche, können andere Arten, wie die Meer- oder Strand-Aster (Aster tripolium) und der Strandflieder (Limonium serotinum), die am Ende des Sommers die Salzwiesen violett färben, entdeckt werden. Der Strandflieder, auch bekannt unter dem vulgären Namen Widerstoss, Heidekraut der Salzwiesen oder auch Meerlavendel, gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae); die kleinen Blüten sitzen in einer Doldenrispe und behalten auch nach der Trocknung ihre leuchtende Färbung bei.

In den weiter innen liegenden Lagunengebieten, wo der Salzgehalt abnimmt, treten die Meerstrand-Binse (Juncus maritimus) und die Strandsode (Suaeda maritima) auf, die der Beobachter sofort als dunkelgrüne Populationen identifizieren kann.